Schärfen mit Hilfe von Unschärfe

straw dully

Wie schon erwähnt, lese ich die Monats-Zeitschrift Fotohits (LINK).
In der aktuellen Ausgabe findet sich ein Methode, einem Bild mehr Schärfe zu verleihen, ohne Kanten nachzuzeichnen. Dieses Foto wurde dieser Prozedur unterzogen. Ich bin, um es auf den Punkt zu bringen, fasziniert.

Im Prinzip macht man nichts anderes, als dunkle Kanten abzudunkeln und helle Kanten aufzuhellen.

Da dieses Vorgehen auf die scharfen Details im Bild beschränkt bleibt, finde ich es so genial.
Gerade in der (Natur-) Makrofotografie habe ich gelegentlich das Problem, dass ich mich zwischen Kantenschärfe und schönen Unschärfebereichen mit Verläufen entscheiden muss.
Schärfe ich, leidet die Unschärfe, weichzeichne ich, geht die Schärfe flöten.
Mit einer sorgfältigen Maskierung dieser Filter könnte dem natürlich entgegengewirkt werden. Das stößt aber an seine Grenzen, sobald die Übergänge nicht mehr ohne weiters festzulegen sind. Ein anderes Problem ist zudem, dass „unscharf maskieren“ Fotos oft eine Optik verleiht, die ich schlicht als „falsch“ empfinde.

Die Theorie:
Grundlage ist, sich eine Zeichnung der dunklen Kanten und eine der hellen Kanten zu erstellen. Diese wird dann dazu verwendet, das Foto an diesen Stellen abzudunkeln oder aufzuhellen.

So wird das gemacht:
Wird ein unscharfer Bildbereich minimal weichgezeichnet, wird keine signifikante Änderung sichtbar, wird jedoch ein scharfe Kante mit gleichem Wert weichgezeichnet, ist der Unterschied deutlich.
Mit etwas „Ebenen-Magie“ lässt sich schnell aus weichgezeichneten und original Bildern eine schwarze Ebene mit den hellen Kanten eingezeichnet erzeugen und äquivalent eine weiße Ebene mit den dunklen Kanten erzeugen.
Die dunklen Kanten werden nun mit dem Originalbild multipliziert. Die Stärke des Effekts kann durch die Deckkraft geregelt werden. Anschließend werden die hellen Kanten negativ mit dem Zwischenergebnis multipliziert. Auch hier kann durch die Deckkraft der Kantenebene der Effekt gesteuert werden.
Fertig!!!

Wie genau funktioniert das jetzt nochmal?
Für Photoshop findet sich in der Fotohits ein Tutorial. Das hat mir natürlich nicht so viel gebracht – habe keinen Shop, nutze GIMP.
Eine GIMP-Adaption des Vorgehens ist nicht schwer, verlangt aber ein wenig GIMP-Basiswissen. Das ganze schreit eigentlich nach einem selbstgemachten GIMP-Filter, um den zu entwickeln, fehlt mir aber momentan die Zeit. Deshalb werde ich wahrscheinlich Morgen ein ausführliches Tutorial schreiben und hier posten. In diesem Tutorial wird dann auch ein Vorher-Nachher-Vergleich zu finden sein.

PS: Ich habe ein 11-22er gefunden. Muss es morgen Abend abholen. Preis ist noch besser, als bei den vergangenen Kandidaten.

 

Gruß Florian

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~ von flo1981 - Juni 6, 2009.

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