Steiniger Weg

"light, trees & brushwood"-show

In einer von mir gern gelesenen Zeitschrift – d-pixx -, war in der Ausgabe 1/2009 ein Interview mit Christoph Martin Schmid. Darin gibt Schmid an, mindestens 1 bis 2 Tage, gelegentlich aber auch bis zu einer Woche, mit der Nachbearbeitung eines Bildes zu verbringen … im Team.
Erst dachte ich, das ist aber etwas viel, dann habe ich aber in der DBV einen besonderen Weichzeichner benutzt und vermute nun, dass Schmid Gimp benutzt.

Vorab:
Ich habe einen AMD Phenom 9650 mit 4GB 1066Mhz. Arbeitsspeicher, außerdem ein namhaftes 64Bit-Betriebssystem.

Gimp ist kostenlos und deshalb auch anders als Photoshop zu bewerten. Beim Thema „Dauer des Weichzeichnens“ vergeht einem aber der Spaß am Geld sparen. „Normales“ Weichzeichnen dauert bei einem 10MP-Bild um die 10 Sekunden. Mit einem größeren Radius (50) doppelt so lang. Das ist erträglich und rechtfertigt noch keine 600-Euro-Investition.
Nun aber zu meinem Problem: „Bewegungsunschärfe“. Um Sonnenstrahlen zu simulieren habe ich aus den wirklichen hellen Bildteilen eine Maske erstellt und mit dieser aus einer weißen Ebene ausgeschnitten. Um Strahlen zu erhalten, sollte diese Ebene nun mit Zoom-Bewegungsunschärfe – Zentrum rechts über dem Bild – modifiziert werden.
Ich gebe als Weichzeichenradius 70 ein und entschließe mich nach einem Blick auf den Fortschrittbalken Kaffee zu machen. Anschließend trinke ich ihn leer. Dann sauge ich die Wohnung und wische nass durch. Das ist keine Übertreibung.
Nach ca. 40 Minuten ist der Effekt fertig und ich bemerke, dass die Bewegungsrichtung nicht so ist, wie ich will. 

Nach einem Tag, hat sich mein Ärger gelegt. Ich habe das Bild zuerst auf 2,5MP skaliert und dann neu bearbeitet. Bewegungsunschärfe braucht jetzt (nur) noch gute 5 Minuten.

Photoshop kennt Ebeneneigenschaften, Gimp nicht. Da ich aber einen „Outer-Glow“-Ebeneneffekt benutzen wollte, habe ich folgendes Skript eingefügt:
http://registry.gimp.org/node/186
Natürlich ist das dann keine echte Ebeneneigenschaft, sondern nur eine Ebene unter der Ebene. Das stört das Resultat aber wenig. So konnte ich die Strahlen zum leuchten bringen und Sonnenschein simulieren.

Als Student könnte ich Photoshop für 200 Euro kaufen. So langsam glaube ich, dass diese Investition Sinn macht. Gimp kann viel, aber nicht alles. Muss mal in Ruhe darüber nachdenken. 

 

Gruß Florian

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~ von flo1981 - März 29, 2009.

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