Olympus E-30

•November 14, 2009 • Kommentar schreiben

Nachdem ich gestern Abend im MediaMarkt eine E-620 mit Batteriegriff testete, habe ich heute eine E-30 gekauft … Diese Kausalität schreit nach einer Erklärung:

Die E-30 hatte ich schon eine ganze Zeit lang auf dem Radar. Was mich aber bislang zurück hielt, waren Preis und Größe der Kamera. In diesen beiden Punkten kann die E-620 mächtig Punkten – um 500 Euro + ziemlich klein. Ich ging also zum Saturn und spielte mit der E-620 und der E-30 herum. Die E-30 überzeugte mich, die E-620 fiel komplett durch, da ich sie noch nicht einmal ordentlich bedienen kann. Meine Finger sind zu dick und unbeweglich. Meine Hoffnung war, dass ein Batteriegriff dieses Problem beheben könnte. Gestern beim MediaMarkt zeigt sich, dass dem nicht so ist. Die 620 scheint für den Jungfotografen bis 10 Jahre entworfen zu sein. Selbst Frauen müssten ihre Probleme mit dem Teil haben. Eine Spiegelreflexkamera sollte das praktikable Arbeiten im manuellen Betrieb ermöglichen. Das heißt, mit dem Auge am Sucher müssen zumindest Blende und Zeit blind verstellbar sein. Die 620 fällt mir dabei aus den Fingern.

… Vergessen wir die 620 … Ich kam also vom MediaMarkt zurück und surfte, wie jeden Abend, über die Gebraucht-Angebote bei oly-e.de und dslr-forum.de. Zufälligerweise wurde eine 6 Monate alte E-30 mit 5500 Auslösungen angeboten. Da es preislich nicht zu meckern gab, habe ich mich heute mit dem Verkäufer geeinigt. Wenn nur alles so einfach wäre. ;-)

Meine E-510 werde ich behalten. Größe und Können ergänzen die E-30 optimal. So habe ich eine etwas größere und vermögendere Kamera für Portraits, Hallensport sowie Stillleben und eine handlichere für Outdoor, Feiern und Städtereisen.
Ich habe mir kurz überlegt statt der E-30 eine Canon 50d zu kaufen und mir ein Zweitsystem für Festbrennweiten aufzubauen. Da ich aber bereits gute Fourthirds-Linsen und den Metz Mecablitz 58 besitze, ist die System-Monogamie für mich der bessere Weg.

Gruß Florian

Zwangspause

•November 13, 2009 • 2 Kommentare

Beim Laden eines vermoderten aber nicht minder schweren Schrankes, ist es passiert. Ich rutsche mit der Fußsohle vom Einstieg meines VW-Sprinters ab und falle mit dem vollen Gewicht aufs Knie. Glücklicherweise wird mein Kopf danach sanft von modrigem Holz abgebremst. Nach fünf Minuten konnte ich weiter arbeiten, war aber gestern zu einer Zwangspause gezwungen, denn der Schmerz kam über Nacht zusammen mit einer blau-grünen Färbung.
Das Positive an der Sache ist, ich hatte mal wieder Zeit zum Fotografieren. Da es aber neblig, kalt und feucht war, habe ich mich schon beim Zusammenpacken der Ausrüstung auf den Makro-Bereich konzentriert. Beim Motiv war ich nicht sehr wählerisch; das erstbeste Pflänzchen mit Wassertropfen wurde fotografiert. Da die Sonne durch Abwesenheit glänzte, habe ich mit dem Metz Systemblitz die Szene etwas aufgehellt. Dabei hat sich einmal mehr mein Austeck-Falt-Softbox-Diffusor für eine ordentliche Ausleuchtung gesorgt. Das Ding kostete keine 15 Euro und stammt von eBay. Im Prinzip handelt es sich um eine billige Variante der Mini-Softbox von LumiQuest ( -LINK- ).

Technisches:

  • Olympus E-510, Zuiko Digital 50mm  f/2.0, Metz Megablitz 58
  • iso 100 – 1/160 sec. – f/4.0

Bearbeitet wurde das Foto mit Photoshop. Dabei wurde mir klar, dass ich den nicht wirklich brauche. So toll ich ihn anfänglich auch fand, muss ich heute feststellen, dass auch hier nur mit Wasser gekocht wird. Einstellebenen, CMYK und Geschwindigkeit sind mir das viele Geld nicht wert. In wenigen Tagen läuft meine Testversion ab, dann werde ich Photoshop Elements testen, mich aber wieder mehr auf GIMP konzentrieren.

Gruß Florian

Olympus stellt die E-5 vor!

•November 11, 2009 • 1 Kommentar

Schlussendlich hat sich das Warten doch gelohnt. Januar 2010 kommt der sehnlich erwartete Nachfolger der nicht mehr ganz zeitgemäßen E-3 in den Handel. Ein absolut nötiger Schritt, war das alte Olympus Top-Modell doch zumindest sensortechnisch nicht mehr auf dem allerneusten Stand.

Die E-5 besitzt einen 12MP LiveMOS-Chip, beherrscht ISO 100 bis 6400, kann Videos aufnehmen, ab 1/4000 sec. belichten und wird um günstige 900 Euro kosten.

Nun zur wirklichen Sensation: Die Kamera sieht aus wie eine Weiterentwicklung der Olympus Pen E-P1 und heißt auch noch E-P2. Dass sich deshalb kein Spiegel in dieser Spiegelreflexkamera befindet, versteht sich von selbst.
Wenn man den optional erhältlichen „Transform-Trigger“ (bereits auf Amazon verfügbar: -LINK- ) auf den Blitzschuh der Kamera schiebt, und diesen dann auch noch betätigt, ertönen aus dem Lautsprecher des „Transform-Triggers“ Dolby Digital 5.1 Soundeffekte und dazu passende heroische Musik. Die kleine E-P2 beginnt daraufhin zu zucken und sich zu winden, bis sie zu einer 900 Gramm schweren Kamera transformiert ist. Nun kann man die neue E-5 – und das sogar mit Spiegel – benutzen. Das nenne ich Fortschritt.

Da dieses Kamera-Konzept völlig neu und absolut revolutionär ist, hat Olympus eine sündhaft teuren Video erstellt, welches die Wirkungsweise erklärt. Dieses will ich nicht vorenthalten.

Die E-P2 kommt tatsächlich ( -Link- ), der „Transform-Trigger“ leider nicht.

Gruß Florian

Howto (Part 3): Raw Therapee

•Oktober 21, 2009 • Kommentar schreiben

Der Titel ist nicht wirklich passend, denn nun geht es darum das Foto nach Raw Therapee weiter zu optimieren. Wir öffnen das Foto also zuerst in Gimp (kostenlos z.B. hier zu bekommen: LINK).
Image Hosted by ImageShack.us
Dort wählen wir grob den gesamten Himmel mit der Lasso-Auswahl an und verfeinern mit der Zauberstab-Auswahl an der Schnittstelle zum Gebirge. Im Screenshot ist das auf der rechten Seite schon geschehen. Mit gedrückter Umschalttaste wird die neue Auswahl zur alten addiert, wird jedoch die STRG-Taste gedrückt abgezogen. So kommt man schnell zu einer sauberen Auswahl des Himmels. Ist die Auswahl fertig, speichern wir diese mit „Auswahl“ -> „In Kanal speichern“.
Für den schattigen Bereich, also das Gebüsch auf der rechten und den Hang auf der linken Seite, erstellen wir ebenfalls eine Auswahl und speichern diese als Kanal.

Nun kopieren wir die Ausgangsebene zweimal. Der ersten Kopie weisen wir die Auswahl des Schattens und der zweiten des Himmels hinzu. („Ebenenmaske hinzufügen“ und dann Kanal wählen den richtigen auswählen.) Die Deckkraft der Schattenebene senken wir auf 50%, damit ist diese fertig.

Image Hosted by ImageShack.us
Die Himmelebene benötigt etwas mehr Zuwendung. Da dieser Bereich nur helle Werte besitzt, können wir die dunklen auch weg rationalisieren. Das geht über „Farben“ -> „Werte“. Der Screenshot zeigt eine mögliche neue Stellung für den Schwarzpunkt. Es darf rumgespielt werden.

Nun stören aber immer noch die rosa Reflektionen auf den Wolken. Wir öffnen deshalb „Farben“ -> „Farbton/Sättigung“ und verringern die Sättigung der Farben „Y“, „R“ und „M“ mit Werten von jeweils ca. -60. Der Himmel sollte nun ebenfalls fertig sein.


Sind die drei Ebenen so angeordnet, wie auf dem Screenshot, kann man den Kontrast der Gebirgskette erhöhen, ohne den Himmel zu verändern und mit geringem Einfluss auf den Schatten. Wir wählen also die ursprüngliche Ebene und erhöhen mittels „Farben“ -> „Kurven“ den Kontrast.

Dazu reicht es aus, ein S, wie gezeigt, aus der Gerade zu machen.


Fertig!

Durch Klick auf dieses Foto, kann man die 1200×903 große Darstellung sehen:

Gruß Florian

Howto (Part 2): Raw Therapee

•Oktober 20, 2009 • Kommentar schreiben

Dies ist die Fortsetzung des vorangegangen Artikels über Belichtungskorrekturen bei der RAW-Entwicklung. Im Folgenden wird das nun im Punkt Belichtung optimierte Bild in der Detaildarstellung und Farbwiedergabe bearbeitet.

Detail

Image Hosted by ImageShack.us
Unter dem Reiter Detail finden sich im oberen Bereich Regler für das Schärfen und darunter Regler, um Bildrauschen zu entfernen. Da das Foto mit ISO 100 und 1/30 Sekunde aufgenommen wurde, können wir uns auf den oberen Bereich beschränken. Zur Detailverbesserung gibt es zwei Verfahren: Unsharp Mask und RLDeconvolution. Ich nutze immer die erste Möglichkeit, dazu würde ich auch jedem raten. Mit der Detailansicht ist es mein Ziel gewesen, die Bäume am hinteren Berg einzeln sichtbar zu machen. Mit den Reglern Radius und Amount kann man sich dem vorsichtig nähern. Zu viel Schärfe ist nämlich auch nicht gut. Bei einem Radius von 1,2 und Amount von 140 hat mir der Gesamteindruck am besten gefallen.
Image Hosted by ImageShack.us

Colour

Image Hosted by ImageShack.us

Ein Problem des Fotos ist der Weißabgleich. Die Aufnahme wurde um kurz nach 8 Uhr Morgens gemacht. Die Kamera hat dabei eine Farbtemperatur von 8394 Grad gemessen. Im Gebirge kann die Farbtemperatur deutlich über die im „Flachland“ anzutreffende steigen, aber hier hat sich die Automatik schlicht geirrt. Mit etwas probieren finde ich eine passende Darstellung bei 6500 Grad. Es ist zwar schon ein paar Monate her, aber so deckt sich das Bild auch mit meiner Erinnerung an diesen kalten, klaren Morgen.
Mit dem Regler Colour Boost erhöhe ich noch ein wenig die Sättigung, um dann mit dem Knopf „As…“ (hinter „Save Image“) das Foto als jpeg zu speichern.
Image Hosted by ImageShack.us

Im dritten Teil des Howtos werde ich das Foto noch etwas mit GIMP nachbearbeiten. Da man in Raw Therapee nicht maskieren kann, muss ich die letzten Schritte außerhalb vom Raw-Konverter vornehmen.

Gruß Florian

Howto (Part 1) : RAW-Therapee

•Oktober 18, 2009 • Kommentar schreiben

Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format. Der Hauptgrund dafür ist, dass von der Kamera erstellte JPEGs fertige Bilder sind. Diese zu Bearbeiten gleicht dem Versuch, ein gemaltes Gemälde mit Farbe und Pinsel zu verbessern. In gewissem Rahmen funktioniert das. Für eine universellere Manipulation zeigt dieser Vergleich aber die Grenzen auf. Besonders die fundamentalen Bausteine, wie beispielsweise die Graduationskurve, werden der JPEG aufgezwungen und können nicht mehr verlustfrei geändert werden. Mit der richtigen Software können all diese Entscheidungen selbst getroffen werden.
Ich nutze ausschließlich RAW-Therapee. RT ist Freeware, für Windows und Linux vorhanden und ein wirklich mächtiges Instrument. Das Programm und eine deutsche Dokumentation findet sich auf der offiziellen Homepage: ->LINK: RAW THERAPEE<-

Der Start:
Links unten findet sich ein Fenster, in dem zum Order mit der RAW-Datei navigiert werden kann. Im Fenster unten in der Mitte wird eine Vorschau aller im aktuellen Ordner enthaltenen Fotos gezeigt. Links befindet sich eine History. Hier werden alle durchgeführten Schritte chronologisch aufgelistet. Durch Doppelklick auf einen Eintrag wird der Zustand zu diesem Zeitpunkt wieder hergestellt. Auf der rechten Seite findet befinden sich viele Regler, Kurven und Schalter. Die werden im folgenden benutzt. Oben über diesem Fenster sieht man die Reiter „Exposure“, „Detail“, „Colour“, „Transform“ und „Metadata“. Der erste Teil des Tutorials befasst sich ausschließlich mit „Exposure“. Bevor es aber losgeht, muss ein Bild geöffnet werden. Dies geschieht per Doppelklick auf eines der Vorschaubildchen.

Exposure (Belichtung):

Image Hosted by ImageShack.us
Mit den beiden Warndreiecken (mit „1″ markiert) lassen sich Warnungen für überbelichtete und unterbelichtete Stellen im Bild einschalten. Mit Setzen eines Häckchen bei Detail (mit „2″ markiert) wird eine Bildschirmlupe aktiviert, die einen 100% Ausschnitt zeigt.

Image Hosted by ImageShack.us
Durch Einschalten der beiden Warndreiecke werden direkt zwei Probleme im Bild offensichtlich. Teile des Himmels sind ausgefressen („1″) und Bildteile im Schatten saufen ab.

Image Hosted by ImageShack.us
Um hier abzuhelfen aktivieren wir mit einem Haken vor Enable im Bereich Highlight Recovery die Wiederherstellung von ausgefressenen Stellen. Es kann aus drei Methoden gewählt werden. Prinzipiell spricht nichts gegen Colour Propagation, führt das aber zu komischen Farben, sollte Luminance Recovery genutzt werden.
Ein weiterer Haken im Bereich Shadows/Highlights aktiviert die individuelle Anpassung der hellen und dunklen Bildteile. Da die Wolken unterdessen ordentlich aussehen, wurde Highlights auf 0 gesetzt. Um jedoch in den Schatten etwas mehr Leben zu erhalten, wurde mit Shadows (3, Tonal Width 30) aufgehellt. Die Regler Local Contrast und Radius verändern den lokalen Kontrast. Der erste Werte ist die Stärke, Radius definiert was lokal bedeutet. Mit lokalem Kontrast wird ein Bild dreidimensionaler. Dieser Effekt sollte aber sparsam genutzt werden. Für den ganzen Shadows/Highlights-Bereich gilt: Ausprobieren und anpassen. Zuerst den ersten Wert einstellen und dann mit Tonal Width bzw. Radius das Feintuning durchführen.

Image Hosted by ImageShack.us
Nun wirkt das Bild deutlich harmonischer. Was allerdings fehlt, ist globaler Kontrast.


Kontrast kann mit der Tonkurve oder mit der Luminanzkurve erzeugt werden. Manipulationen an der Tonkurve wirken sich jedoch auf alle drei RGB-Kanäle aus. Wir wollen aber eigentlich nur die Helligkeit verändern. Um Nebeneffekte auszuschließen, nutzen wir deshalb die Luminanzkurve. Diese arbeitet mit dem LAB-Farbraum und verändert nur den L-Kanal (Luminanz=Helligkeitswert). Die beiden Farbkanäle (A und B) bleiben unberührt.
Für mehr Kontrast machen wir dunkle Bereiche dunkler und helle heller. Da wir aber die vergangene Arbeit nicht kaputt machen wollen, müssen wir dabei sehr vorsichtig sein. Es reicht aus der Geraden ein angedeutetes „S“ zu machen. Bei anderen Bildern darf das auch mal deutlicher ausfallen. Mit Brightness (Helligkeit) wird danach eine minimale Anpassung vorgenommen. Den Regler Contrast kann man nutzen, das Arbeiten mit der Kurve ist aber vorzuziehen, da man hier Hell und Dunkel durch das Setzen von individuellen Punkten perfekt ausbalancieren kann. Mit etwas Übung gar nicht so schwer.


Das Resultat zum Ende des ersten Teils des Tutorial kann sich schon sehen lassen. In den folgenden Teilen wird dann noch die Detaildarstellung verbessert und die Farbdarstellung angepasst.

Gruß Florian

Oldtimer

•Oktober 18, 2009 • Kommentar schreiben

Heute fand auf dem Parkplatz des Ludwigsburger Einkaufszentrums Breuningerland ein Oldtimer-Treffen statt. Da die Veranstaltung zugleich den Saisonabschluss bildete, waren wirklich viele Fahrzeuge zu besichtigen (und zu fotografieren). Das Wetter war natürlich nicht so toll – von der Sonne keine Spur. Da ich aber den „Metz 58″ Systemblitz dabei hatte, habe ich einfach alle Fotos aufgehellt. Das hatte zwei Vorteile:

  • Kein ausgefressener Himmel und trotzdem heller Vordergrund. Ich habe die Kamera einmal manuell auf den Hintergrund eingestellt und die Belichtung des Vordergrunds dann nur noch am Blitz angepasst.
  • E-510 mit Zuiko Digital 14-54mm und aufgestecktem Metz sieht anscheinend so professionell aus, dass die meisten Besucher schon beim Hochziehen der Kamera den Blick auf die Oldtimer freigeben oder gar Platz vor der Show-Bühne machen.

Das erste Bild zeigt einen amerikanischen Oldtimer, bei dem ich leider den Hersteller nicht mehr weiß.

Bei diesem Auto handelt es sich um einen Ford Mustang I Coupé (Bj: 1967 oder 1968)
Ford Mustang I (2nd Gen)

Beide Fotos wurden natürlich nachbearbeitet. Jedoch konnte ich mir hier viel Arbeit sparen, da ich mich etwas tiefer in die Funktionen meines RAW-Konverters RAW Therapee eingearbeitet habe. Großer Vorteil an der ausführlicheren RAW-Entwicklung ist vor allem, dass man aus dem vollen Datenmaterial schöpfen kann. Ich werde die Tagen einen Post zum Umgang mit dem Konverter erstellen. Deshalb spare ich mir an dieser Stelle Details.

Gruß Florian

Urwald

•Oktober 8, 2009 • Kommentar schreiben

In der Natur lohnt es sich, den richtigen Zeitpunkt für eine Aufnahme zu nutzen. Fotos, welche Natur an einem trüben Tag abbilden, wirken – mit wenigen Ausnahmen – langweilig. Bilder, unter sengender Mittagssonne entstanden, sind oft genug genau so unbrauchbar: Dynamik zu hoch -> Bilder ausgefressen, abgesoffen oder gerne auch mal beides.
Ich glaube, Natur wirkt dann, wenn die Beleuchtung, also die Sonnenstrahlen, das Motiv in Szene setzten. Ob nun idealerweise die ganze Szene beleuchtet oder nur ein Hauptmotiv in der Sonne gebadet wird, hängt immer vom Motiv ab.
Der Olympus-Kollege Manfred „Zoomboy“ Huszar scheint diesen Ansatz mit besonderer Akribie zu verfolgen. Die Ergebnisse geben ihm aber Recht, wie beispielsweise hier zu sehen ist:LINK. Es lohnt sich aber auch Abseits dieses Artikels ein Stöbern im Blog.

Angespornt von soviel Perfektionismus, habe ich mich gestern mit Kamera und einem Rucksack voll Equipment in einen nahe gelegenen Wald geschlagen. Schnell zeigt sich aber, die interessanten Motive liegen im Schatten, unter vermoderten Baumstämmen oder gar in Wurzelgräben. Eine Available-Light-Aufnahme würde wohl kaum kein ein spannendes Foto hervorbringen. Wie gesagt, hatte ich aber Equipment dabei.

Die Pilze fand ich in einem feuchten Waldgebiet, welches nicht forstwirtschaftlich gehegt wird – ein echter Urwald. Zuerst wurde die Kamera auf einem Stativ ausgerichtet, der Ausschnitt gewählt, Laub aus dem Bild geräumt, die Blätter links und rechts sanft in den Ausschnitt gebogen und durch Testaufnahmen eine Blende (f/7.1) bestimmt. Das rechte Blatt gehört zu einer großen Brennesel. Hinter dieser habe ich mein Blitzgerät (Metz 58 AF-1) auf einem weiteren Stativ platziert und mit Streulichtblende plus Diffusor bestückt. Kamera und Blitz wurden durch ein Spiralkabel verbunden. Mit Hilfe von weiteren Testaufnahme habe ich den Blitz manuell eingestellt. Dann konnte ich mein Foto machen.

Mit dem Ergebnis bin ich grundsätzlich zufrieden. Hätte ich meinen Faltreflektor eingepackt, würde dieser mit goldenem Überzug links vom Motiv stehend, dem Foto bestimmt noch etwas mehr Stimmung verpassen. Vielleicht wäre ein etwas nach Links versetzter Blick ebenfalls ein Plus. Dem stand aber ein Baumstamm entgegen.

Gruß Florian

Wie putzig!

•Oktober 6, 2009 • Kommentar schreiben

Ich habe mir folgende Lernstrategie zurechtgelegt: 2 Stunden lernen, eine Folge Futurama schauen oder etwas Fotografieren. So komme ich am Tag auf 3 Folgen und eine Hand voll Fotos.
Bevor ich nun in den abendlichen Lernblock durchstarte will ich noch schnell zeigen, was heute entstanden ist.

Es handelt sich um das selbe Spinnennest, welches ich bereits für Projekt 52 fotografiert habe ((LINK). Dieses mal stand mir aber das 50er Makro zur Verfügung, was zu einer signifikanten Verbesserung geführt hat.

Gruß Florian

Neues Objektiv!

•Oktober 5, 2009 • 4 Kommentare

Vor einer Woche habe ich in Schottland ein Objektiv bestellt und per PayPal bezahlt. Etwas mulmig war mir dabei schon. Der Verkäufer nutzt zwar Ebay als Plattform, ich habe aber Kontakt über eine Mail-Adresse aufgenommen, welche ich von einem Internet-Bekannten bekommen habe. Nachdem ich das „www“ nach Hinweisen darauf durchforstet habe, dass die Sache schief gehen könnte, ich aber nur positives über den Verkäufer finden konnte, habe ich zugeschlagen:

  • 1 x Olympus Zuiko Digital 50mm f/2.0 inklusive Versand – 376,52 EURO

Nun könnte man warnen, dass das bestimmt Grauware ist. Ist auch so! Mir ist aber ein neues Objektiv mit einjähriger weltweiter Garantie lieber, als ein gebrauchtes Objektiv ohne Garantie zum selben Preis.
Das schwache Pfund macht zudem einen Kauf in Großbritannien momentan besonders attraktiv. Im Gegensatz zu den USA, fallen hier auch keine Steuern durch die Einfuhr an.

Heute Morgen hat es dann an der Tür geklingelt. Ich habe also schnell den Summer gedrückt und wollte das Objektiv entgegen nehmen. Enttäuschung pur! Vor mir stand ein Jugendlicher, der als ehemaliger Drogensüchtiger Zeitschriften verkaufen muss, um seinen Schulabschluss zu finanzieren … ???
Kurz vor Mittag war es dann aber so weit: Paket aus Schottland. Alles in Ordnung, Objektiv funktioniert einwandfrei.

Zuiko Digital 50mm F/2.0

Da ich momentan wirklich viel lernen muss, kann ich nicht viel fotografieren. Für einen Schnappschuss vom Max hat es aber trotzdem gereicht. Das Foto wurde mit Systemblitz und einem angesetzten Diffusor aufgenommen. So kann ich Tiere (und Kinder) blitzen ohne zu erschrecken.
Was sofort auffällt ist, dass das Objektiv ziemlich scharf abbildet, dafür aber einen schier unendlichen Fokusweg besitzt. Wenn man nicht ständig auf grob unterschiedliche Distanzen fokussiert, fällt das aber nicht negativ auf.

Gruß Florian